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Projektplanung 7 Min. Lesezeit 02. Juli 2026

Welche Fragen sollte ich vor einer neuen Website stellen?

Eine Checkliste mit den Fragen an sich selbst und an den Webdesigner, bevor eine Website gebaut wird: Ziele, Inhalte, Rechte, Zeitplan, Sicherung und rechtliche Pflichten.

Welche Fragen sollte ich vor einer neuen Website stellen?

Ein Webprojekt beginnt lange vor dem ersten Entwurf, nämlich mit den richtigen Fragen. Wer sie vorab klärt, spart später Zeit und Nerven.

Die folgenden Fragen lassen sich in einer halben Stunde durchgehen. Diese halbe Stunde ist erfahrungsgemäß die wirtschaftlichste des ganzen Projekts. Ich habe die Liste um die Punkte ergänzt, die in Erstgesprächen oft offen bleiben: Rechte, Zeitplan, Sicherung und die rechtlichen Pflichten.

Ziele klären

Fragen an sich selbst

  • Was soll die Website konkret erreichen: Anfragen, Buchungen, Sichtbarkeit, Bewerbungen?
  • Wer ist die Zielgruppe, und was möchte sie dort finden?
  • Welche Texte und Fotos gibt es bereits, was fehlt, und wer liefert den Rest?
  • Welches Budget und welcher Zeitrahmen sind realistisch?
  • Wer im Betrieb ist zuständig und hat dafür tatsächlich Zeit?

Die letzte Frage entscheidet häufiger über den Erfolg als das Budget. Projekte scheitern selten am Können des Anbieters, sondern daran, dass auf Kundenseite niemand Zeit hat, Texte freizugeben oder Fotos zu organisieren.

Die Frage nach den Texten gehört deshalb früh geklärt. Steht das Design und niemand schreibt die Inhalte, bleibt das Projekt liegen. Ob Sie die Texte liefern oder der Webdesigner sie schreibt, wird vor dem Start festgelegt.

Ziel messbar machen

Das Ziel messbar machen

„Moderner aussehen" ist kein Ziel, sondern ein Wunsch. Nach dem Start lässt sich damit nicht feststellen, ob sich die Investition gelohnt hat.

Besser sind überprüfbare Formulierungen: doppelt so viele Anfragen über das Formular, Terminvereinbarungen online statt am Telefon, gefunden werden für drei bestimmte Leistungen. Solche Ziele lassen sich messen und geben der Gestaltung eine Richtung.

Fragen an den Anbieter

Fragen an den Webdesigner

  • Steht alles im Angebot, oder kommt später etwas dazu?
  • Wie läuft die Zusammenarbeit ab, und wer liefert was bis wann?
  • Wer ist mein Ansprechpartner, und bleibt es derselbe?
  • Wie viele Korrekturschleifen sind vorgesehen?
  • Was passiert nach dem Start, gibt es eine Betreuung?
  • Gehört mir die Website danach vollständig, mit Domain und Inhalten?
  • Was gilt für Änderungen nach dem Start?

Die erste Frage lohnt sich besonders. Bei mir steht alles im Angebot, bevor irgendetwas gebaut wird. Danach kommt nichts dazu. Was der Komplettservice umfasst, steht auf der Leistungsseite.

Ein gutes Zeichen im Erstgespräch: Der Webdesigner stellt mehr Fragen, als er Antworten gibt. Wer sofort einen Entwurf anbietet, ohne nach Zielgruppe und Leistungen zu fragen, baut eine Vorlage mit neuem Logo. Wie Sie den passenden Anbieter finden, beschreibe ich im Beitrag Wie finde ich den richtigen Webdesigner?

Wem gehören Website und Inhalte?

Vor der Beauftragung sollte geklärt sein, welche Rechte Sie an Design, Texten, Fotos und Programmierung erhalten. Dazu gehören Domain, Hosting und sämtliche Zugänge: Wer ist als Inhaber der Domain eingetragen, wer hat das Passwort zum Hosting, wer kann das Redaktionssystem bedienen?

Die entscheidende Frage lautet: Könnten Sie den Anbieter wechseln, ohne bei null anzufangen? Wenn die Antwort nein lautet, sollten Sie das vor der Unterschrift wissen, nicht danach. Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben, im Angebot oder im Vertrag.

Bei Fotos kommt die Nutzungslizenz dazu. Stockbilder sind oft nur für einen Zweck lizenziert. Eigene Fotos vom Fotografen brauchen eine Vereinbarung, die die Nutzung auf der Website, in sozialen Netzwerken und in Drucksachen abdeckt.

Wie lange dauert es wirklich?

Zeitpläne scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an Inhalten, Freigaben und Terminen für Fotos. Ein realistischer Plan benennt deshalb auch, was Sie beitragen und bis wann.

Bei mir dauert eine Website zwei bis vier Wochen, sobald Texte und Bilder vorliegen. Diese Bedingung ist der wichtige Teil des Satzes. Fehlen die Inhalte, verschiebt sich der Termin, egal wie schnell die Technik ist. Fragen Sie deshalb nicht nur nach dem Enddatum, sondern nach den Zwischenschritten: erster Entwurf, Freigabe der Texte, Termin für den Start.

Bestandsaufnahme

Was ist mit der alten Website?

Bei einer Ablösung gehören ein paar Punkte geklärt, die gerne vergessen werden: Bleiben die bisherigen Adressen erhalten, oder müssen Weiterleitungen eingerichtet werden? Werden bestehende Inhalte übernommen? Was passiert mit dem alten Hosting?

Ohne Weiterleitungen verlieren Seiten, die bei Google gut gefunden wurden, ihre Sichtbarkeit. Der Fehler ist besonders ärgerlich, weil er erst Wochen später auffällt, wenn die Anfragen ausbleiben.

Wer sichert die Website, und wer pflegt sie?

Eine Website ist mit dem Start nicht fertig. Updates, Sicherheitsmaßnahmen, Sicherungen, neue Inhalte und Änderungen am Betrieb fallen laufend an. Klären Sie vorab, wer das übernimmt und wie schnell reagiert wird. Ich biete dafür eine laufende Betreuung an; Berliner Kunden wie Ross Berlin oder Der Fliesenleger Berlin betreue ich laufend.

Vieles davon sieht man einer Website nicht an, es entscheidet aber über Jahre:

  • Wie schnell lädt die Seite, besonders auf dem Handy?
  • Wo liegt der Server, und wer betreibt ihn?
  • Wie oft wird gesichert, und wurde die Sicherung je zurückgespielt?
  • Wie werden Updates eingespielt?
  • Was passiert bei einem Ausfall, und wie schnell?

Besonders die Sicherung wird gern zugesagt und selten geprüft. Fragen Sie nach, wann sie zuletzt zurückgespielt wurde. Eine Sicherung, die niemand je getestet hat, ist keine.

Wenn Sie Inhalte später selbst pflegen wollen, lassen Sie sich das Redaktionssystem vor der Beauftragung zeigen, am besten an einer echten Änderung. Wer lieber nichts mit Technik zu tun hat, gibt Änderungen an die Betreuung weiter. Beides funktioniert, es muss nur vorher feststehen.

Impressum, Datenschutz, Barrierefreiheit

Drei Pflichten gehören vor dem Start auf den Tisch, weil sie in Angeboten oft stillschweigend übergangen werden. Das Impressum verlangt § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), das seit dem 14.05.2024 die alte Regelung im Telemediengesetz ersetzt. Die Datenschutzerklärung folgt aus Art. 13 DSGVO. Wer Cookies setzt, die nicht technisch notwendig sind, braucht vorher eine Einwilligung nach § 25 TDDDG.

Neu ist die Barrierefreiheit. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28.06.2025 und betrifft unter anderem Websites, über die Verbraucher Verträge schließen, etwa Buchungen oder Bestellungen. Nicht jedes kleine Unternehmen fällt darunter: Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen (§ 3 Absatz 3 BFSG). Das ist keine Rechtsberatung. Ob Ihr Betrieb betroffen ist, klärt ein Anwalt oder die zuständige IHK.

Klären Sie, was der Webdesigner übernimmt und was Sie selbst mit einem Anwalt regeln. Die technischen Voraussetzungen gehören in die Website: ausreichende Kontraste, lesbare Schriftgrößen, Bedienung per Tastatur, Bilder mit Alternativtext. Davon profitiert jeder Besucher, auch wenn das Gesetz für Ihren Betrieb nicht gilt.

Klarheit zahlt sich aus

Klarheit zahlt sich aus

Je genauer diese Fragen vorab beantwortet sind, desto reibungsloser verläuft das Projekt. Missverständnisse entstehen fast immer dort, wo Erwartungen nicht ausgesprochen wurden, nicht durch mangelndes handwerkliches Können.

Es lohnt sich, die Antworten kurz schriftlich festzuhalten. Nicht als Vertrag, sondern als gemeinsame Grundlage, auf die beide Seiten später zurückgreifen können.

Und ein Punkt, der in keiner Checkliste steht: Passt die Chemie? Sie arbeiten über Wochen zusammen und danach womöglich über Jahre. Ein persönliches Gespräch vor der Beauftragung zeigt das schneller als jedes Angebot.

Zusammenfassung

Fazit

Wer vorher weiß, was die Website leisten soll, wer die Inhalte liefert, wem sie danach gehört und wie es nach dem Start weitergeht, hat den größten Teil der Projektrisiken ausgeräumt. Alles Weitere ist Handwerk.

Die Antworten bekommen Sie von mir

Jede Frage aus dieser Liste beantworte ich Ihnen im ersten Gespräch, schriftlich im Angebot steht es dann noch einmal. Fragen Sie per WhatsApp, unter 030 54906555 oder über das Kontaktformular. Das Gespräch ist kostenlos und verpflichtet Sie zu nichts.

Sie möchten die richtigen Fragen gemeinsam durchgehen?

Wir klären in einem Gespräch, was Ihre Website leisten soll und was Sie sich sparen können. Danach wissen Sie, woran Sie sind.

Am schnellsten per WhatsApp oder telefonisch unter 030 54906555.