Was kostet eine Website für Unternehmen?
Was kostet eine Website für Unternehmen? Was ins Angebot gehört und woran Sie ein schlechtes erkennen. Webdesigner aus Berlin, seit 2014.
Die Frage nach den Kosten einer neuen Website höre ich in fast jedem ersten Gespräch. Eine einzelne Zahl als Antwort wäre unseriös.
Eine kleine Website für einen einzelnen Dienstleister ist etwas anderes als ein Unternehmensauftritt mit vielen Leistungen, Referenzen, eigenen Fotos, SEO, Blog und laufender Betreuung. Wichtiger als der Gesamtpreis ist deshalb die Frage: Was soll die Website für das Unternehmen leisten?
Was beeinflusst die Kosten einer Website?
Der Aufwand wird vor allem bestimmt durch:
- Anzahl und Umfang der Seiten
- Grad der individuellen Gestaltung
- Texte: selbst geliefert oder erstellt
- Fotos: vorhanden, gekauft oder produziert
- SEO-Grundlagen und laufende Optimierung
- Referenzen, Blog und Ratgeberinhalte
- Formulare, Terminbuchung, Rechner
- Mehrsprachigkeit und Sonderfunktionen
Je individueller der Auftritt sein soll, desto mehr Konzeption und Abstimmung ist nötig. Das ist der eigentliche Kostentreiber, nicht die Zahl der Seiten.
Eine Website besteht nicht nur aus Design
Ein häufiges Missverständnis ist, eine Website als reine Designleistung zu betrachten. Das Design ist sichtbar, vieles andere nicht.
Bevor eine Seite online geht, müssen Struktur, Inhalte, Texte, Bilder, technische Umsetzung, mobile Darstellung, Ladezeiten und Suchmaschinenoptimierung durchdacht sein. Aus meiner Erfahrung machen die Inhalte den größten Unterschied, und den größten Teil des Aufwands.
Was kostet eine kleine Website?
Eine einfache Website für einen kleinen Betrieb kann überschaubar bleiben. Wenn nur wenige Leistungen dargestellt werden und bereits gute Texte und Fotos vorliegen, ist der Aufwand deutlich geringer.
Sobald individuelle Inhalte geschrieben, eigene Fotos produziert und SEO berücksichtigt werden sollen, steigt er. Das ist kein Aufschlag, sondern schlicht zusätzliche Arbeit, und meist die, die später den Unterschied bei den Anfragen macht.
Warum eigene Fotos den Unterschied machen
Unternehmen sind nicht austauschbar. Trotzdem sehen viele Websites so aus, als könnten sie zu jedem beliebigen Betrieb gehören.
Eigene Fotos ändern das sofort. Ein echter Betrieb, ein echtes Team, echte Projekte und echte Arbeitsabläufe schaffen mehr Vertrauen als jedes Stockmotiv. Der Fototermin ist häufig der Posten mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, und die Bilder lassen sich jahrelang auch außerhalb der Website nutzen. Ich rate deshalb fast immer dazu.
SEO gehört von Anfang an dazu
Wenn eine Website dauerhaft Besucher über Google erreichen soll, beginnt SEO nicht nach dem Start. Struktur, Seitenaufbau, Inhalte und technische Grundlagen lege ich beim Bau so an, dass Google sie lesen kann.
Nachträglich ist vieles davon teurer: Eine Seitenstruktur zu ändern, wenn die Website bereits Rankings hat, bedeutet Weiterleitungen, Prüfungen und vorübergehende Verluste.
Was kostet die laufende Betreuung?
Auch nach dem Start entsteht Aufwand: Updates, Sicherheit, Sicherungen, neue Inhalte, Fotos, Referenzen und SEO.
Eine Website, die mehrere Jahre unverändert bleibt, verliert an Aktualität und irgendwann an Sicherheit. Die Betreuung gehört deshalb von Anfang an in die Kalkulation, nicht als Überraschung im zweiten Jahr. Bei mir steht sie im Angebot mit drin, benannt und abgegrenzt.
Was ein niedriges Angebot verschweigen kann
Ein sehr niedriges Angebot kann attraktiv aussehen. Entscheidend ist, was tatsächlich enthalten ist:
- Texte: enthalten oder von Ihnen zu liefern
- Fotos: wer sie erstellt
- SEO: berücksichtigt oder nicht
- Updates und Sicherheit: wer sich darum kümmert
- Erweiterbarkeit: ob die Website später mitwächst
- Eigentum: wem Website, Inhalte und Domain gehören
Ein niedriger Preis ist in Ordnung, wenn der Umfang klein ist. Problematisch wird er, wenn wesentliche Bestandteile später einzeln nachberechnet werden. Welche Fragen Sie vor der Beauftragung sonst noch klären sollten, habe ich im Beitrag Welche Fragen sollte ich vor einer neuen Website stellen? zusammengestellt.
Die Posten, die später auffallen
Einige Kosten stehen selten im Erstangebot, treten aber zuverlässig auf:
- Hosting, Domain und Zertifikat
- Lizenzen für Erweiterungen oder Vorlagen
- Änderungen nach dem Start
- Rechtliche Anpassungen, etwa an der Datenschutzerklärung
- Bildlizenzen, wenn mit Stockmaterial gearbeitet wurde
Wer danach vorab fragt, vergleicht Angebote auf einer ehrlichen Grundlage.
In Etappen denken lohnt sich
Nicht jedes Unternehmen braucht am ersten Tag den vollen Umfang. Häufig ist es sinnvoller, mit einem soliden Grundgerüst zu starten und auszubauen, sobald sich zeigt, welche Seiten tatsächlich Anfragen bringen.
Das verteilt die Ausgaben und sorgt dafür, dass jede Erweiterung auf Erfahrung beruht statt auf Vermutung. Voraussetzung ist ein System, das mitwächst.
Warum Angebote so unterschiedlich ausfallen
Wer drei Angebote einholt, bekommt oft drei sehr verschiedene Zahlen. Nicht, weil einer überteuert wäre, sondern weil unterschiedliche Dinge angeboten werden.
Typische Unterschiede:
- Fertige Vorlage gegen individuell entwickelte Gestaltung
- Texte vom Kunden gegen Texte vom Anbieter
- Stockfotos gegen eigenen Fototermin
- Baukastensystem gegen erweiterbares Redaktionssystem
- Einmalige Erstellung gegen laufende Betreuung
Vergleichbar werden Angebote erst, wenn diese Punkte nebeneinanderstehen.
Baukasten oder eigene Website?
Baukastensysteme sind für sehr kleine Auftritte durchaus sinnvoll. Ihre Grenzen zeigen sich später: bei individuellen Anforderungen, bei der Ladezeit, bei der Auffindbarkeit und beim Umzug zu einem anderen Anbieter.
Entscheidend ist die ehrliche Antwort auf eine Frage: Soll die Website kurz überbrücken oder das Unternehmen über Jahre tragen? Für die Überbrückung reicht ein Baukasten oft. Für die Jahre rechnet sich meist das eigene System. Wo die Grenze liegt und was Pflege im Alltag bedeutet, beschreibe ich am Beispiel eines Betriebs im Beitrag Website für Handwerker.
Was eine Website einbringen soll
Über Kosten lässt sich schlecht reden, ohne den Nutzen zu benennen. Bei den meisten Unternehmen genügt eine einfache Überlegung: Wie viel ist ein neuer Kunde wert, und wie viele zusätzliche Anfragen müsste die Website bringen, damit sie sich trägt?
Bei einem Handwerksbetrieb, bei dem ein einzelner Auftrag viel wert ist, reichen dafür oft wenige Anfragen im Jahr. Bei einem Ladengeschäft mit kleinen Beträgen sieht die Rechnung anders aus. Diese Zahl sollte am Anfang stehen, nicht am Ende.
Was ein Angebot enthalten muss
Eine Zahl allein sagt nichts, solange nicht daneben steht, was sie enthält. Deshalb bekommen Sie bei mir ein Angebot mit allem drin, bevor irgendetwas gebaut wird: Konzept, Texte, Fotos, Technik und die Betreuung danach, jeweils benannt. Danach kommt nichts dazu, was nicht darin steht.
Ein Angebot, das nur eine Summe nennt, ist kein Angebot, sondern eine Zahl. Fragen Sie nach, was enthalten ist und was später extra berechnet wird. Wer darauf keine klare Antwort hat, hat den Umfang nicht durchdacht.
Investition statt Ausgabe
Der nützlichere Blick auf die Kosten ist der auf mehrere Jahre. Eine Website begleitet ein Unternehmen lange. Auf diesen Zeitraum verteilt sieht eine einmalige Investition anders aus als im Monat der Rechnung.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, was die Website kostet, sondern was sie einbringt. Bei den meisten Betrieben genügen dafür wenige zusätzliche Kunden im Jahr.
Vorausgesetzt, die Website wird gepflegt. Eine Seite, die nach dem Start nie wieder angefasst wird, verliert genau die Wirkung, mit der sie sich rechnen sollte.
Fazit
Die Kosten einer Website für Unternehmen hängen vom Umfang und von den Anforderungen ab. Vergleichen Sie Angebote deshalb nicht allein am Endpreis, sondern daran, was enthalten ist.
Die bessere Frage lautet nicht „Was kostet die Website?“, sondern „Was bekomme ich dafür, und welches Ziel soll damit erreicht werden?“ Was bei mir zu einer Website gehört, steht auf der Seite zum Komplettservice.
Ein Angebot mit allem drin
Was Ihre Website kostet, sage ich Ihnen, bevor irgendetwas gebaut wird, mit allem, was dazugehört, und ohne Nachträge. Beschreiben Sie mir Ihr Vorhaben per WhatsApp, unter 030 54906555 oder über das Kontaktformular. Danach wissen Sie, woran Sie sind.